Ilona Rinke

Meine hundesportliche Begeisterung begann im Jahr 2000, mit meinem ersten Hund Nemo (damals 10 Monate alter Hovawart-Mix) aus dem Tierheim.
Nemo war (und ist) anhänglich, teilweise unsicher, ängstlich und grundsätzlich sehr sensibel.

Bei der Begleithundeausbildung und im Agility kamen wir mit den herkömmlichen Ausbildungsmethoden nicht sehr weit.

 

Aus purer Verzweiflung beschäftigte ich mich mehr und mehr mit Literatur über das Lernverhalten, dem Wesen, der Körpersprache der Hunde und schließlich dem Klicker-Training. Ich besuchte Seminare und Workshops zu den verschiedensten Themen.

Mit zunehmendem Verständnis für Nemos Sicht der Welt, öffnete sich für uns auch die Welt des Hundesports (insbesondere Agility).

Ab 2001 unterstützte Faye (Border Collie & damals unbekümmerter Welpe) mich dabei, aus Nemo einen spielfreudigen Hund zu machen.
Durch Faye lernten wir beide eine Menge über das Spielverhalten der Hunde und Motivationstechniken.

Im Jahr 2004 schafften Nemo & ich den Sprung ins Agility Turniergeschehen und erreichten sogar die Leistungsstufe A3.

Aus gesundheitlichen Gründen blieb Faye ein Agility-for-fun und Klicker-Trick-Hund mit leichten Ausflügen ins Dog Dance und Obedience. Für den (sozialen) Ausgleich in unserem Rudel ist sie jedoch unersetzlich.

Seit 2004 wirbelt Leeroy (genannt Löle oder einfach nur Lö) durch unser Leben.
Der „kleine“ Papillon ist Spielgefährte für Faye und raubt uns auf charmante Art die Nerven (Nemo im Alltag & mir im Training). Im Agility, sowie beim klickern, ist Leeroy eine echte (triebstarke) Herausforderung.

Durch die unterschiedlichen Charaktere meiner Hunde, war und bin ich gezwungen mich ständig fortzubilden, neue Wege auszuprobieren oder bereits bestehende Wege auszubessern und zu verfeinern.

Bei Nemo war die Überwindung seiner vielfältigen Ängste und die Förderung seines Spieltriebs eine große Herausforderung und die Begeisterung mit der er letztendlich Agility betrieben hat, war die Bestätigung, dass der Weg den wir gegangen waren richtig war.

Mit Leeroy habe ich auf diesem Weg, jedoch unter anderen Voraussetzungen und mit anderen Herausforderungen, bisher für mich unglaubliche Erfolge erzielen können.
Neben der Teilnahme an diversen nationalen Meisterschaften, nahmen wir 2008 erstmals an der FCI Agility Weltmeisterschaft in Helsinki, Finnland teil.
In diesem Wettbewerb konnte Lö sich im A-Lauf/Individual mit einem 6. Platz von 67 Hunden behaupten.

Mein Lieblingsspruch im Training ist:
Der Hund muss verstehen, was Du von ihm willst.

Als Trainer sehe ich mich der Aufgabe gegenübergestellt, anderen Mensch-Hund-Teams bei der Suche nach ihrem Weg, sich zu verstehen, zu helfen, ihre Beziehung –als Basis von allem- zu verbessern und oftmals einfach nur die Welt aus Sicht ihres Hundes zu erklären.

(Gescheitert bin ich ausbildungstechnisch bisher nur an einer Herausforderung, nämlich Faye, als Border Collie, das Hüten beizubringen, was mir bis heute nicht geglückt ist, weil man das so schlecht klickern kann! *g*)

 

 

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